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Februar
2012
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Beim
Seeigel Januar 2012 schrieben wir von kleinen Pieksern, die die versteinerten
(Flintstein) Ausfüllungen der Ambulakralöffnungen darstellen. Durch diese
Öffnungen verliefen zu Lebzeiten des Seeigels die Pedicilarien (kleine
zangenartige Gebilde zur Feindabwehr (giftig) und Fortbewegung). Diese Löcher
sind kurz nach dem Tod des Seeigels natürlich leer, weil die organische Substanz
zersetzt wird. Auf dem Foto waren die aber kaum zu erkennen. Deshalb noch
einmal verdeutlicht an anderen Beispielen. Es handelt sich um Flintsteinkerne
der Gattung Echinocorys, deren Coronen (Gehäuse) vorsichtig durch
Salzsäure aufgelöst wurden. Übrig bleiben der Feuersteinkern und eben die
versteinerten Ausfüllungen der Ambulakralöffnungen. Um es noch einmal ganz
deutlich zu sagen, es sind nicht die Stacheln der Seeigel! Bei einem Exemplar
sind sogar noch die verkieselten Zwischenräume der einzelnen Platten zu
erkennen (siehe auch Seeigel des Monats April 2009). Und bei der Nahaufnahme
sieht man die vier versteinerten Genitalporen. Zu dem Aufbau von Seeigelgehäuse
demnächst mehr. Solche Exemplare am Strand zu finden, ist fast ausgeschlossen,
weil diese feinen Teile dem Strandleben mit Wellen und Wind nicht gewachsen
sind und sofort abbrechen. Wenn ein Seeigelsteinkern noch im Flint sitzt, kann
man manchmal Glück haben und einige der Piekser sind noch erhalten. Ihr
Joachim
Kahlke und Siegfried Taake
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Januar
2012
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Wir beginnen das neue Jahr wieder mit einem Flintsteinseeigel. Er sitzt
noch fest im Gestein und ist wohl auch nicht so ohne erheblichen Aufwand
freizubekommen. Außerdem kann man bei solchen Teilen nie wissen, ob der Rest
überhaupt noch im Stein vorhanden ist. Also lasse ich ihn so, wie ich ihn
erworben habe. Er entstammt der Sammlung des Kieler Sammelkollegen R. Mende,
der leider im Jahr 2011 verstorben ist.
Die sichtbare Größe beträgt ca. 25mm. Der Stein wurde 1998 von Herrn Mende auf
Mön gefunden. Also ist es wahrscheinlich ein Kreide-Seeigel. Theoretisch in
Frage kämen somit die Gattungen Micraster, Cardiaster oder „Linthia
danica“. Da nur noch der Steinkern vorhanden und davon auch nur ein Teil
sichtbar ist, ist eine eindeutige Bestimmung fast ausgeschlossen. Aber
vielleicht ist ein Besucher der Homepage ja in der Lage, eine genauere Bestimmung vorzunehmen. Wir
würden uns über eine Mitteilung freuen und die dann hier auch veröffentlichen.
Zwei Details sollten vielleicht noch erwähnt werden. Zum einen die weiße
Oberfläche des ansonsten dunklen Flintsteins. Hierbei handelt es sich nicht um
Kreide, sondern um Opal (eine der vielen Formen von Siliziumdioxid, SiO2). Das
kann man mit Essig oder Salzsäure prüfen – wenn man es denn wissen will. Und
zum zweiten die kleinen Piekser am Rand. Es sind nicht die Stacheln des
Seeigels, sondern die versteinerten Ambulakralöffnungen des Gehäuses (Corona). Ihr
Joachim
Kahlke und Siegfried Taake
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